NSIP

Die Nicht-spezifische interstitielle Pneumonie (NSIP) ähnelt der IPF, hat aber insgesamt einen günstigeren Krankheitsverlauf und spricht besser auf Behandlungsmöglichkeiten an.

Zu den Charakteristika der HRCT-Morphologie der NSIP zählen eine basal betonte, retikuläre Strukturvermehrung und basal betonte, milchglasartige Trübungen. Traktionsbronchiektasien erscheinen zumeist prominent, häufig ist auch ein Volumenverlust der Unterlappen erkennbar. Dieses homogene Muster entspricht der räumlichen Homogenität, die die NSIP auch in der Histologie kennzeichnet. In der axialen Schnittebene kann sich ein peribronchovaskuläres Verteilungsmuster zeigen, häufig verbunden mit subpleuralen Aussparungen, was sehr charakteristisch ist und sich nicht beim UIP-Muster findet[52]Lynch DA, Travis WD, Müller NL, et al. Idiopathic interstitial pneumonias: CT features. Radiology. 2005;236(1):10-21. doi:10.1148/radiol.2361031674.. Konsolidierungen können vorkommen und für eine aufgelagerte organisierende Pneumonie sprechen. Wenn überwiegend Konsolidierungen auftreten, spricht dies für eine organisierende Pneumonie und gegen eine NSIP. Honigwaben sind allenfalls spärlich vorhanden, auch wenn sie im Verlauf oder in Spätstadien der NSIP mengenmäßig zunehmen können[2]Hobbs S, Lynch D. The idiopathic interstitial pneumonias: an update and review. Radiol Clin North Am. 2014;52(1):105-120. doi:10.1016/j.rcl.2013.08.001..
  • Unregelmäßige, retikuläre Verdichtungen
  • Traktionsbronchiektasien und Bronchiolektasien
  • Milchglasveränderungen als Hinweis auf die entzündliche Komponente der Erkrankung
  • Peribronchovaskuläre Prädominanz der Milchglastrübung
  • Subpleurale Aussparungen
  • Periphere subsegmentale Konsolidierungen
  • Honigwaben anfangs nicht bis spärlich vorhanden; die Menge kann im Verlauf zunehmen

 

Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Cases als Downloaddateien zur Verfügung.

 
Patient 1

Patient 2

Patient 3

Patient 4